9 Gedanken zu “Erstrangsymptome nach Kurt Schneider

  1. cidrin 15. Februar 2013 / 18:20

    Ich habe ja immer noch den Eindruck, dass es sich mit Kurt Schneider und manchen anderen „alten“ Werken besser diagnostizieren lässt als mit der ICD 10.

  2. richard 15. Februar 2013 / 22:34

    Es gibt bei Schneiderschen Symptomen aber auch Überschneidungen mit der dissoziativen Identitätsstörung. Normalerweise merkt man den Unterschied, wenn jemand eine intakte Realitätsprüfung hat ist er ziemlich sicher nicht schizophren. Leider scheinen dissoziative Störungen bei vielen Therapeuten unbeliebt oder unbekannt zu sein, so dass diese meistens gar nicht als Differentialdiagnose in Betracht gezogen werden.

  3. psychiatrienogo 16. Februar 2013 / 16:04

    Dieser Kurt Schneider hat willkürllich irgendwelche Symptome genommen und hat sie als „Schizophrenie“ bezeichnet.
    Genaus könnte man irgendwelche andere Nehmen und sie als „Bauchweh“ bezeichnen.
    Das ist doch vollkommen daneben. So kann man doch nicht arbeiten.

  4. Zühlke 19. Oktober 2013 / 18:54

    Gedankenlautwerden:

    “Wenn ich etwas denke, dann können andere im Raum das hören, meine Gedanken werden so laut, dass jeder die hört.”

    Diese Definition stimmt nicht mit den allgemein psychiatrischen Definitionen für Gedankenlautwerden überein, das Beschriebene gehört in die Kategorie „Gedankenausbreitung“

    Unter Gedankenlautwerden versteht man das Gefühl die eigenen Gedanken zu hören „Meine Gedanken sprechen mit mir, ich kann sie hören“. Gedankenlautwerden ist aber wie beschriebeb eines der Erstrangsymptome nach Kurt Schneider

    Leibliche Beeinflussungserlebnisse gehören wiederum zu dem Gefühl des von außen Gemachte auf der Körperebene und índ von den Zoenästhesien abzugrenzen, die als Körperhalluzinationen bestehen aber nicht die Qualität des „von außen Gemachten“ haben.

  5. psychiatrietogo 1. November 2013 / 20:33

    @Zühlke: Vielen Dank für diese Korrektur, ich habe den Text im blog jetzt korrigiert. Danke!

  6. Anne 4. Juli 2014 / 15:50

    Lieber Jan, ich weiß, der Eintrag ist schon etwas älter. Ich bin gerade dabei mich für die PP Prüfung vorzubereiten und für mich war das sehr hilfreich, um zu verstehen, was Herr Schneider mit den 1. Rang Symptomen meint. Ich frage mich aber nach wie vor: Was ist ein Wahneinfall?
    LG,
    Anne

  7. Fragensteller 25. Oktober 2015 / 18:41

    Hallo Psychiatri to go,

    ich habe mal ein Frage zu Psychosen/Schizophrenie. Vielleicht können sie mir einen Rat geben.

    Meine Frage ist, wie verhält es sich mit der geichzeitigen Einnahme von anderen Medikamenten bei diesen Erkankungen? Darf man sich, gesetz dem Fall, man wäre schizophren, Antidepressiva, etwas gegen Ängste oder etwas zum Schlafen verschreiben lassen? Ich nehme an, Medikamente, wo die Erkrankungen nicht explizit im Beipackzettel unter Kontraindikationen genannt werden, darf man einnehmen?

    Was ist mit Johanneskraut und anderen Naturheilmitteln?

  8. Marion 1. April 2023 / 12:51

    Sind imperative Stimmen dann „sonstige akustische Halluzinationen“ also ein Zweitrangsymptom ? D.h. bei imperativen Stimmen brauche ich noch ein zweites Zweitrangsymptom?
    Vielen Dank und viele Grüße!

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