Carbamazepin: das Wichtigste in Kürze

Carbamazepin (Tegretal®, Timonil®) ist ein Antikonvulsivum, das bei der Trigeminusneuralgie Mittel der ersten Wahl ist und im Alkoholentzug seinen festen Platz hat. In der Phasenprophylaxe der bipolaren Störung ist es heute dagegen Reserve — Lithium, Valproat, Lamotrigin und Quetiapin stehen davor.

Der Grund dafür ist nicht mangelnde Wirkung, sondern der Aufwand: Carbamazepin induziert seinen eigenen Abbau, senkt die Spiegel vieler anderer Medikamente und macht hormonelle Verhütung unsicher.

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Sertindol (Serdolect): das Wichtigste in Kürze

Sertindol (Serdolect®) ist ein atypisches Neuroleptikum, das praktisch keine extrapyramidalen Nebenwirkungen verursacht und kaum müde macht. Dafür verlängert es das QTc-Intervall stärker als jedes andere gebräuchliche Antipsychotikum — deshalb darf es laut Zulassung erst eingesetzt werden, wenn mindestens ein anderes Antipsychotikum nicht vertragen wurde.

Ausführlich behandele ich Sertindol im Videokurs Psychopharmaka: die Datenlage zur kardialen Sicherheit, das Dosierungsschema, das komplette EKG-Regime mit allen Grenzwerten, die Interaktionen über CYP2D6 und die beiden Nebenwirkungen, an denen die Behandlung im Alltag am häufigsten scheitert. Das ist der Teil, der den Kurs ausmacht — und den ich dort aktuell halte.

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Promethazin (Atosil): Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen

Promethazin ist eines der ältesten Medikamente, die in der Psychiatrie noch täglich verordnet werden — und eines der am meisten unterschätzten. Es gilt als das harmlose alte Beruhigungsmittel, das man geben kann, wenn sonst nichts hilft. Pharmakologisch ist es aber ein Phenothiazin, also ein naher Verwandter der klassischen Neuroleptika. Es hat eine erhebliche anticholinerge Last, es ist EKG-relevant, es steht auf der PRISCUS-Liste — welchen Stellenwert hat es heute in der Psychiatrie?

Was ist Promethazin?

Promethazin ist ein Phenothiazin aus den 1940er Jahren. In Deutschland ist es unter anderem als Atosil im Handel, außerdem als Prothazin und als Generikum, jeweils als Tropfen, Filmtabletten und Injektionslösung. Es ist verschreibungspflichtig.

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Valproat: das Wichtigste in Kürze

Valproat ist nach Lithium eines der wirksamsten Phasenprophylaktika und wirkt zusätzlich zuverlässig gegen die Manie. Sein großes Problem ist die ausgeprägte Teratogenität — es ist das teratogenste Psychopharmakon, das wir verordnen: Bei Frauen im gebärfähigen Alter setze ich es praktisch nicht ein, und die Frage nach Kinderwunsch und Verhütung kommt vor der Verordnung, nicht danach.

Ausführlich behandele ich Valproat im Videokurs Psychopharmaka: ein Video von 10:40 Minuten, ein Fallbeispiel aus meiner Praxis, die Folien als PDF und die Kernpunkte zum Nachlesen — mit Dosierung, Spiegelbestimmung, Kontrolluntersuchungen und den Auflagen, die für Frauen im gebärfähigen Alter und für Männer mit Kinderwunsch gelten. Das ist der Teil, der den Kurs ausmacht — und den ich dort aktuell halte.

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Zopiclon, Zolpidem, Eszopiclon: Wirkung und Nebenwirkungen

„Das ist kein Benzodiazepin“ — diesen Satz höre ich oft, wenn es um Zopiclon, Eszopiclon oder Zolpidem geht, und er stimmt chemisch auch. Pharmakologisch ist er trotzdem irreführend. Die Z-Substanzen greifen an derselben Stelle an wie Benzodiazepine, sie machen genauso abhängig, und sie werden genauso ausgeschlichen. Hier steht, was die drei Substanzen unterscheidet, wie sie dosiert werden, welche Nebenwirkungen wirklich zählen — und warum ich sie trotzdem verordne.

Was sind Z-Substanzen?

Der Name kommt schlicht daher, dass die Namen der beiden Hauptwirkstoffe mit Z beginnen. In Deutschland sind im Handel:

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Haloperidol (Haldol): Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen

Haloperidol steht unter dem schlechten Ruf, besonders oft die Nebenwirkung EPMS zu verursachen. Dennoch hat es einen festen Stellenwert in der Behandlung akuter Psychosen, Delirien und Erregungszuständen. Wie passt das zusammen und was muss man wissen, um Haloperidol sinnvoll einzusetzen?

Was ist Haloperidol?

Haloperidol ist ein hochpotentes typisches Neuroleptikum aus der Gruppe der Butyrophenone, im Handel seit 1958. „Hochpotent“ heißt: Es wirkt schon in kleinen Milligramm-Mengen antipsychotisch. In Deutschland ist es unter mehreren Handelsnamen erhältlich, z.B. Haldol®, Haloperidol-ratiopharm®, Haloperidol-neuraxpharm®, Haloperidol STADA® und Haloperidol AbZ®.

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Lorazepam (Tavor): Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen

Lorazepam ist das Benzodiazepin, das ich in der Klinik am häufigsten verordne — und gleichzeitig das Medikament, bei dem ich am genauesten hinschaue, wie lange ich dabei bleibe. Es wirkt schnell, zuverlässig und berechenbar gegen Angst, Anspannung und Erregung. Genau diese Verlässlichkeit macht es aber auch zu einem Medikament mit einem echten Abhängigkeitsrisiko. Hier steht, was Lorazepam kann, wie es dosiert wird, welche Nebenwirkungen wichtig sind — und wie Du es wieder los wirst, wenn Du es länger genommen hast.

Was ist Lorazepam?

Lorazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine, umgangssprachlich oft „Beruhigungsmittel“ oder „Tranquilizer“ genannt. In Deutschland ist es unter mehreren Handelsnamen im Handel, z.B. Tavor®, Tolid®, Laubeel®, Lorazepam-neuraxpharm® und Lorazepam-ratiopharm®. Besonders bekannt sind die Schmelztabletten (Tavor® Expidet), die sich auf der Zunge auflösen und deshalb auch dann gegeben werden können, wenn man genau sehen möchte, ob das Medikament auch wirklich eingenommen worden ist.

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Die kleinste Tablette ist schon zu viel !

Wenn ich eine Tablette Citalopram 20 mg verordne, blockiere ich damit rund 80 Prozent aller Serotonin-Transporter im Gehirn. Erhöhe ich auf 40 mg — die doppelte Dosis —, komme ich auf 86 Prozent. Sechs Prozentpunkte mehr für die doppelte Menge Wirkstoff. Und wenn ich wieder herunter will? Die kleinste Tablette, die es gibt, sind 10 mg. Die blockiert noch über 70 Prozent.

Darum geht es in diesem Beitrag: Fast alle unsere Psychopharmaka sind so dosiert, dass schon die kleinste erhältliche Tablettenstärke den Zielrezeptor nahezu absättigt. Nach oben haben wir jede Menge Spielraum, den wir nicht brauchen. Nach unten haben wir fast keinen — obwohl wir ihn dringend bräuchten: beim Eindosieren bei empfindlichen Patienten, in der Gerontopsychiatrie und vor allem beim Absetzen.

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Neues Video: TOP 10 FLOPS der deutschen Psychiatrie

Den Nobelpreis für eine Behandlung, die Menschen dauerhaft verändert zurücklässt. Ein Schlafmittel, das Tausende das Leben kostete. Und ein Inhalator für fast 100 Euro pro Atemzug: In meinem neuen Video nehme ich die 10 größten Flops der Psychiatrie auseinander – von 1903 bis heute.

Es geht um teure Irrtümer und fragwürdige Theorien – aber nicht um Clickbait. Bei jedem Punkt erkläre ich auch, warum es schiefging und was wir daraus gelernt haben. Denn die wichtigste Frage bleibt immer: Woher wissen wir, dass eine Behandlung wirklich hilft?

Welcher Flop hat dich am meisten überrascht? Und kennst du einen, den ich vergessen habe? Schreib es gern in die Kommentare.

Erfolgreiche Niederlassung – mit Alex Kugelstadt

Einen Kassensitz ohne Kaufpreis – einfach zugewiesen? Genau das hat Dr. Alexander Kugelstadt geschafft. In dieser Doppelfolge erzählt er mir offen, wie er sich mit eigener psychosomatischer Praxis in Berlin niedergelassen hat – von Quotensitz und Zulassungsausschuss über Immobilie, Umbau und Software bis zum echten Praxisalltag.

Alex (Psychosomatik) und ich (Psychiatrie & Psychopharmakologie) sprechen ehrlich, praktisch und mit Augenzwinkern über alles, was Ärztinnen und Ärzte beschäftigt, die mit einer Niederlassung liebäugeln. Du findest die Folge auf YouTube, auf dem Audio-Podcast PsychCast mit Jan und auf dem Audio-Podcast PsychCast-Der Psychosomatik Podcast.

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Neues Video zur PTBS im Facharztkurs

Im Videokurs „Facharztprüfung Psychiatrie – Das PsychCast-Repetitorium“ erkläre ich Dir, welche Fragen häufig drankommen und wie Du sie gut und für die Prüfung angemessen beantworten kannst. Darüber hinaus erkläre ich auch beliebte Nachfragen und mögliche Fallstricke, die ich als Prüfer immer wieder mitbekomme und wie Du darauf am besten antwortest.

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