Neues Video online: Welches psychiatrische Medikament würde ich selber nehmen?

Welches Medikament würde ich selbst nehmen, wenn ich selbst eine psychiatrische Erkrankung hätte? Das ist auch deshalb eine interessante Frage, weil viele Psychiater:innen sich selbst mit niedrigeren Dosierungen oder selteneren Wechseln behandeln würden, als ihre Patient:innen. Ich erzähle in diesem Video mal, wie ich mich selber behandeln würde, wenn ich eine psychiatrische Erkrankung bekäme…

6 Gedanken zu “Neues Video online: Welches psychiatrische Medikament würde ich selber nehmen?

  1. Avatar von Doro Oelrich Doro Oelrich 12. Dezember 2023 / 18:56

    Hallo, danke für den guten Beitrag, sehr vernünftig, sich zu fragen, was man sich selbst verschreiben würde…eine Sache interessiert mich noch: Was hältst Du von Antidepressiva als schlafanstossende Medikation? Ich nehme seit ca. 6 Jahren Trimipramin in niedriger Dosierung (10-20mg) und komme sehr gut zurecht, gut ausgeschlafen, kein Hangover. Mein Neurologe meint, es wär okay, das langzeitmässig zu nehmen…wenn ich versuche, es abzusetzen habe ich Absetzsymptome.
    Lg aus Bremen, D. Oelrich (Dipl.psych.)

  2. Avatar von Mandya Sowmya Mandya Sowmya 13. Dezember 2023 / 12:15

    Vielen Dank für dieses Video Herr Jan,
    einige Frage habe ich noch.
    Warum kein Haldol während der akute Phase? Wegen NW, EPMS oder gibt es andere Gründe?
    Warum kein Mirtazapin bei der Depression ?

    Vielen Dank nochmals. Ihre Videos helfen mir sehr.
    Frohe Weihnachten und gutes neue Jahr

    Freundliche Grüße
    Mandya
    Ärztin in Weiterbildung
    Klinikum am Weissenhof

  3. Avatar von 024680 024680 13. Dezember 2023 / 21:35

    Bin zufällig über Google ONE-VPN unterwegs, weil ich zuvor auf zwei psychologisch bewegten Webseiten war, denen ich nicht vertrauen kann.

    Ich meine, Sie müssen mitnichten die Hosen herunterlassen, Sie brauchen keine Psychopharmaka/“Medikamente“ und auch keine Psychotherapie. Es ist natürlich sympathisch, Ihr Gedankengang/Videoblogging diesbezüglich, aber auch wieder etwas zu intim (vielleicht).

    Am Anfang wollen ja alle nichts einnehmen/“brauchen“, aber in manchen Krankheitsgeschichten ist das gar nicht SO schädlich, denke ich, hier der Behandler mit deutlicher Empfehlung und dort der begossene Pudel (im Extremfall). Es muss ja auch die Selbstheilung gefördert werden und die Medikamente schränken desöfteren neben der erwünschten Wirkung psychisch und körperlich eher ein. Also immer ein Erfolgserlebnis des „gesunden“ Therapeuten, aber nur, wenn der Patient wirklich optimal eingestellt ist. Dazu gehört dann auch gehörig viel erworbene Selbstständigkeit auf der Patientenseite.

  4. Avatar von 024680 024680 15. Dezember 2023 / 08:38

    Am Tag 2,25 mg Cariprazin macht, in 4,5mg-Hartkapseln jeden zweiten Tag eingenommen, knapp über 2,– € am Tag. Das nehme ich zur Zeit so ein. Aripiprazol kostet etwa die Hälfte davon (unabhängig von der Dosierung).

    Ich habe manchmal Gedankenlautwerden, also nicht das dass man glaubt, dass andere die eigenen Gedanken hören können, sondern dass man eine Art Gedankenanflutung (auch von einem einzelnen topic) bei sich feststellt. Dabei ist man dann teilweise im freeze, das heißt im Moment wie blockiert, durch die Reizüberflutung. Wenn die Gedanken sich zu Stimmen steigern (bei sehr wenig Neuroleptika) kommentieren diese oft, das ist lästig. Aber diese „Gedanken-Einfälle (ins Hirnkastel)“ sind auch nicht ohne, ich möchte das weg haben. Es sind nicht meine Gedanken, irgendwie überdreht ist das ganze – klingelt’s beim Psychiater (aus den Schilderungen seiner (ehemaligen) Patienten)?!

    Wie ich das jetzt medikamentös mache, sage ich hier nicht. Ich denke aber an eine Augmentation des Cariprazins oder Aripiprazols (letzteres aber höher dosiert als das Cariprazin, bei dem niedrigere Dosierungen funktionieren) mit einem (anderen) atypischen Neuroleptikum. Abends ein deutlich niederpotentes Typikum (z. Zt. Melperon, aber auch Pipamperon in sehr niedriger Dosierung war möglich) zum besseren (Durch-) Schlafen, aber das ist Beiwerk im Medikamentenplan, die Schlafstörungen muss man evtl. sogar hinnehmen, weil sie eine Nebenwirkung der Partialagonisten sind, hier ist dann zunächst einmal (scheinbar paradox!) an eine Dosis-STEIGERUNG zu denken (allerdings auch eine von unten rauf, nicht, wenn man bereits in den höheren Gefilden „einwirft“).

    • Avatar von Mandy S. Mandy S. 24. Dezember 2023 / 11:59

      Der Trialog ist nicht möglich. Wissen Sie eigentlich, was mit „Trialog“ eigentlich gemeint ist? Richtig, der Behandelte/Patient wird vom Behandler/Psychiater und seinem (meist familiären) Umfeld

      in die Zange

      genommen. Das bedeutet dieses Kunstwort.

  5. Avatar von 024680 024680 2. März 2024 / 10:02

    In Deutschland können wir, denke ich, bei entstehenden Kosten von ca. 1€/Tag für Cariprazin 1,5 mg/Tag, alle drei Tage eine Hk. à 4,5 mg, den Kostenfaktor beiseite lassen. Auch Privatrezept ruft bei docmorris.de lediglich 339,13 auf: siehe eben abgerufen https://www.docmorris.de/reagila-45-mg-hartkapseln/14016594 .

Kommentar verfassen