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Katatonie: das Wichtigste in Kürze

18. Juli 2013

Katatonie: das Wichtigste in Kürze

Die Katatonie ist ein psychomotorisches Syndrom aus Stupor, Mutismus, Haltungsverharren und — oft übersehen — auch schweren Erregungszuständen. Seit der ICD-11 ist sie eine eigenständige Diagnose und keine Unterform der Schizophrenie mehr.

Sie ist deutlich häufiger, als lange angenommen wurde, wird aber regelmäßig nicht erkannt — und das ist folgenreich, denn richtig behandelt spricht sie oft innerhalb von Stunden an.

Ausführlich behandele ich die Katatonie im Videokurs Psychopharmaka: das Screening mit der Bush-Francis-Skala und der Lorazepam-Test, die richtige — meist zu niedrig gewählte — Dosierung, warum Antipsychotika eine Katatonie verschlimmern können, die Abgrenzung zum malignen neuroleptischen Syndrom und wann die EKT eine Frage von Stunden ist. Das ist der Teil, der den Kurs ausmacht — und den ich dort aktuell halte.

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Stand: 10.08.2026

Hinweis: Dieser Text dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Über Deine Medikation entscheidest Du gemeinsam mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.


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13 Gedanken zu “Katatonie: das Wichtigste in Kürze”

  1. cidrin 18. Juli 2013 / 14:57

    In der Praxis sind Katatonien extrem selten zu sehen, aus der Klinik kann ich mich an einige sehr eindrucksvolle Fälle erinnern, die auch mit EKT behandelt werden mussten.
    Meine Frage: führen Sie die EKT bei sich in der Klinik durch?

    Schöne Grüße

    Peter Teuschel

  2. Bert 19. Juli 2013 / 08:55

    Schön geschrieben und die Differenzialdiagnostik zum malignen neuroleptischen Syndrom fließt auch direkt in einen Fall auf unserer Stammzelltransplantation ein. Danke!

  3. Drotar Izabella 11. September 2016 / 18:10

    gut lernbar für di e prüfung …Danke

  4. Susanne_Meyer 4. November 2016 / 23:23

    „Ein Neuroleptikum soll gegeben werden. Um die Differentialdiagnose gegenüber dem malignen neuroleptischen Syndrom nicht unnötig zu erschweren und dem Patienten EPMS zu ersparen ist es sinnvoll, ein gut verträgliches aber zugleich wirkstarkes Neuroleptikum zu verordnen, z.B. Risperidon oder Olanzapin.“

    Neuroleptikum soll gegeben werden, aber ist es unentbehrlich bei perniziöser Katatonie?

    Btw möchte ich hier anmerken, dass ich den Begriff „gut verträgliches Neuroleptikum“ einen Widerspruch in sich finde.

    Aber vielleicht glauben mache Ärzte ja wirklich, es gäbe gut verträgliche Neuroleptika, und deswegen werden einem Nebenwirkungen nicht geglaubt und es wird einem nicht abgenommen, wenn man dem Arzt erzählt, dass es einem von dem gut verträglichen Neuroleptikum Seroquel grottenschlecht geht.

  5. MD 8. November 2016 / 20:38

    Ich würde auf jeden Fall bei einer gesicherte Diagnose einer schweren katatonen Schizophrenie auf jedenfall nicht mehr eine initiale Therapie mit AAP einleiten, sondern Haloperidol und Lorazepam i.v verordnen, bei schwersten Zuständen auch Midazolam und Benperidol einsetzen. Ich bin kein Freund von diesen Medikamenten, aber auch sind diese einfach mal die 1. Indizierten Mittel

  6. Mara 26. April 2017 / 16:21

    Hey, ich muss für die Schule eine Ausarbeitung zu dem Thema Schizophrenie schreiben. Ihr Artikel ist zwar echt aufklärend, jedoch müssen wir bei einer Internetquelle einen Autoren angeben können. Ich weiß nicht ob ich den Autoren übersehen habe, oder ob er nicht angeben wurde. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Sie mir den Namen schicken könnten, damit ich diesen Artikel für meine Arbeit nutzen kann
    Vielen Dank schon mal im vor raus
    Mit freundlichen Grüßen
    Mara

    • psychiatrietogo 26. April 2017 / 19:00

      Klar, mein Name ist Dr. Jan Dreher. Darfst Du gerne angeben und verwenden. Viel Spaß bei der Schularbeit!

      • Jule 6. Dezember 2018 / 10:56

        hallo Herr Dr. Jan Dreher können Sie mir erklären warum eine extreme Steigerung der Krankheit (akute perniziöse Katatonie) tödlich ist? Ich benötige dies für meine Hausarbeit zum Thema Schizophrenie.

  7. Gabi 17. Dezember 2017 / 18:10

    Wer kennt sich mit Behandlungsmethoden bei Schizophrenie aus? Unser Sohn ist die 5. Woche in der Klinik und keine Besserung in Sicht. Er ist fast nur fixiert und bekommt sehr starke Medikamente: Diazepam 10 mg bis 6 mal täglich, Haloperidol 10 mg bis 6 mal täglich, Ciatyl-Z-Akkuphase 200 mg aller 3 Tage Wenn losgemacht wird ist er angeblich hochgradig aggressiv. Das ganze soll noch 6 Wochen fortgeführt werden. Seine Sprache ist jetzt auch fast weg. Könnte es auch eine katatone Schizophrenie sein und keine paranoide? Wer kann helfen?

    • Max 26. Juni 2024 / 01:16

      Gabi, wie geht es Deinem Sohn??

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