Die Katatonie ist ein psychomotorisches Syndrom aus Stupor, Mutismus, Haltungsverharren und — oft übersehen — auch schweren Erregungszuständen. Seit der ICD-11 ist sie eine eigenständige Diagnose und keine Unterform der Schizophrenie mehr.
Sie ist deutlich häufiger, als lange angenommen wurde, wird aber regelmäßig nicht erkannt — und das ist folgenreich, denn richtig behandelt spricht sie oft innerhalb von Stunden an.
Ausführlich behandele ich die Katatonie im Videokurs Psychopharmaka: das Screening mit der Bush-Francis-Skala und der Lorazepam-Test, die richtige — meist zu niedrig gewählte — Dosierung, warum Antipsychotika eine Katatonie verschlimmern können, die Abgrenzung zum malignen neuroleptischen Syndrom und wann die EKT eine Frage von Stunden ist. Das ist der Teil, der den Kurs ausmacht — und den ich dort aktuell halte.
Zum Videokurs Psychopharmaka →
Stand: 10.08.2026
Hinweis: Dieser Text dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Über Deine Medikation entscheidest Du gemeinsam mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
Entdecke mehr von PsychCast | Dr. Jan Dreher
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

In der Praxis sind Katatonien extrem selten zu sehen, aus der Klinik kann ich mich an einige sehr eindrucksvolle Fälle erinnern, die auch mit EKT behandelt werden mussten.
Meine Frage: führen Sie die EKT bei sich in der Klinik durch?
Schöne Grüße
Peter Teuschel
Hat dies auf trauma Hilfe rebloggt.
Schön geschrieben und die Differenzialdiagnostik zum malignen neuroleptischen Syndrom fließt auch direkt in einen Fall auf unserer Stammzelltransplantation ein. Danke!
Falls jemand das Buch aus dem Artikel lesen möchte:
https://archive.org/details/klinikfrpsychis00unkngoog
https://archive.org/details/klinikfrpsychis00sommgoog
Aber man muss bei Büchern, bei denen google die Digitalisierung sponsert vorsichtig sein. Teilweise sind sie unlesbar geworden. Ich würde es als digitales Bücherverbrennen bezeichnen.
Hat dies auf ¥.Depressive-Art.¥ rebloggt.
gut lernbar für di e prüfung …Danke
„Ein Neuroleptikum soll gegeben werden. Um die Differentialdiagnose gegenüber dem malignen neuroleptischen Syndrom nicht unnötig zu erschweren und dem Patienten EPMS zu ersparen ist es sinnvoll, ein gut verträgliches aber zugleich wirkstarkes Neuroleptikum zu verordnen, z.B. Risperidon oder Olanzapin.“
Neuroleptikum soll gegeben werden, aber ist es unentbehrlich bei perniziöser Katatonie?
Btw möchte ich hier anmerken, dass ich den Begriff „gut verträgliches Neuroleptikum“ einen Widerspruch in sich finde.
Aber vielleicht glauben mache Ärzte ja wirklich, es gäbe gut verträgliche Neuroleptika, und deswegen werden einem Nebenwirkungen nicht geglaubt und es wird einem nicht abgenommen, wenn man dem Arzt erzählt, dass es einem von dem gut verträglichen Neuroleptikum Seroquel grottenschlecht geht.
Ich würde auf jeden Fall bei einer gesicherte Diagnose einer schweren katatonen Schizophrenie auf jedenfall nicht mehr eine initiale Therapie mit AAP einleiten, sondern Haloperidol und Lorazepam i.v verordnen, bei schwersten Zuständen auch Midazolam und Benperidol einsetzen. Ich bin kein Freund von diesen Medikamenten, aber auch sind diese einfach mal die 1. Indizierten Mittel
Hey, ich muss für die Schule eine Ausarbeitung zu dem Thema Schizophrenie schreiben. Ihr Artikel ist zwar echt aufklärend, jedoch müssen wir bei einer Internetquelle einen Autoren angeben können. Ich weiß nicht ob ich den Autoren übersehen habe, oder ob er nicht angeben wurde. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Sie mir den Namen schicken könnten, damit ich diesen Artikel für meine Arbeit nutzen kann
Vielen Dank schon mal im vor raus
Mit freundlichen Grüßen
Mara
Klar, mein Name ist Dr. Jan Dreher. Darfst Du gerne angeben und verwenden. Viel Spaß bei der Schularbeit!
hallo Herr Dr. Jan Dreher können Sie mir erklären warum eine extreme Steigerung der Krankheit (akute perniziöse Katatonie) tödlich ist? Ich benötige dies für meine Hausarbeit zum Thema Schizophrenie.
Wer kennt sich mit Behandlungsmethoden bei Schizophrenie aus? Unser Sohn ist die 5. Woche in der Klinik und keine Besserung in Sicht. Er ist fast nur fixiert und bekommt sehr starke Medikamente: Diazepam 10 mg bis 6 mal täglich, Haloperidol 10 mg bis 6 mal täglich, Ciatyl-Z-Akkuphase 200 mg aller 3 Tage Wenn losgemacht wird ist er angeblich hochgradig aggressiv. Das ganze soll noch 6 Wochen fortgeführt werden. Seine Sprache ist jetzt auch fast weg. Könnte es auch eine katatone Schizophrenie sein und keine paranoide? Wer kann helfen?
Gabi, wie geht es Deinem Sohn??